Rent a Teddy – for the oceans

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Im letzten Sommer hat sich der Bremer Vegankoch und Foodblogger Teddy von VeganxCooKing für einen guten Zweck versteigert. Deutschlandweit konnte man mitbieten, um ein Dreigängemenü aus der eigenen Küche und einen Veggiefino zu ersteigern. Der Erlös ging dabei an Sea Shepherd.
Da ich die tollen Leute von Sea Shepherd im letzten Sommer bei der Aktion Sturmmöwe kennenlernen und kulinarisch unterstützen durfte, war ich gleich Feuer und Flamme. Und so bot ich unter dem Motto ‘For the oceans’ kräftig mit. Am Ende wurde es nur Platz 2, aber über eine Ecke bekam ich dann den Zuschlag, weil die Höchstbietende zurücktrat.

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Da ich schon einiges von Teddys Kreationen probieren durfte, tat es mir gar nicht leid, dass ich ihn um seine Reise durch Deutschland gebracht habe und ihn für Bremen Nord buchen konnte. Und den blöden Veggiefino bin ich auch losgeworden ;)
Nachdem wir leider schon mal wegen Krankheit des Besten aller Hunde den Termin verschieben mussten, war es gestern Abend endlich so weit. Mein Mann und ich hatten unseren 12. Kennenlerntag und durften uns auf ein Candle Light Dinner freuen. Wir haben kein festes Menü abgesprochen, sondern Teddy nur unsere Vorlieben (Salat, Pasta, Pilze) und Abneigungen mitgeteilt und uns überraschen lassen.

Überraschend war dann erst mal das Equipment, mit dem Teddy anreiste. Er brachte neben eigenem Brett und Messerset noch Pfannen, Teller, jede Menge Zutaten und sogar Salz mit. Mein persönlicher Höhepunkt waren eine Brotschneidemaschine und Flächendesinfektionsmittel :-D Das war schon richtig professionell. P1040169

Nachdem er sich in meiner Küche verteilt hatte, schlüpfte er in die Kochjacke und begann mit der Zubereitung der Vorspeise. P1040172P1040174

Damit ihr verstehen könnt, wie persönlich seine Speisenwahl war, muss ich etwas ausholen. Ich habe Teddy vor zwei Jahren an einem regnerischen Frühlingstag wie diesem am Bahnhof in St. Magnus kennengelernt. Dort waren wir verabredet, um vegane Mayonnaise auszutauschen. Beide waren wir mit den gekauften Sorten nicht zufrieden und hatten uns über Foodsharing zu einem Tausch zusammengefunden. Bekloppt wie Veganer manchmal sind, hatte ich neben der Mayonnaise eine Tüte voll Kräutern und Gemüse aus meinem Garten dabei und war aufgeregt, einen Gleichgesinnten kennenzulernen. Gleichzeitig befürchtete ich, die Bonusmitbringsel könnten ihn vielleicht verstören. Doch Teddy hatte noch einen draufgesetzt. Er stand tatsächlich mit einem selbstgemachten Salat auf einem kleinen Teller im Regen :-) Damals kam ich also erstmals in den Genuss von Salat (damals mit Himbeer-, heute mit Mohndressing) mit Erdbeeren, getoppt mit einem knusprigen Schnitzel. Damit hatte er damals wie heute absolut meinen Geschmack getroffen. Ich liebe ‘fleischig’ mit süß und Knofi. Aber seht selbst:
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Nach diesem grandiosen ersten Gang bekam erstmal der Hund eine Banane, der von den tollen Gerüchen schon ganz wuschig war. Trotzdem eilte er sogleich wieder in die Küche, um Teddy im Weg zu sein zu assistieren.
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Der zweite Gang war so grandios wie der erste. Es gab selbstgemachte Tortellini mit einer Pilz-Tofu-Füllung in Käse-Sahne-Sauce. Das war ein Volltreffer, zählen Tortellini doch zu unseren absoluten Favoriten. Ich war auch ganz gerührt, wieviel Mühe Teddy sich gemacht hat, selbst Pasta vorzubereiten. Die Arbeit hat sich aber gelohnt und im Geschmack widergespiegelt.

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Ich gebe zu, inzwischen waren wir grenzwertig gesättigt und schon zufrieden am Stöhnen. Aber wenn es so gut schmeckt, ist nicht aufessen einfach keine Option.

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Also lauschten wir aus dem Wohnzimmer dem Geräusch der mitgebrachten Brotmaschine und gaben uns Spekulationen über das Dessert hin, während wir unauffällig mit den Fingern die Saucenreste von den Tellern in den Mund beförderten. Dann kam er, der letzte Gang: weißes Schokoladenmousse auf (fast) karamellisierter frischer Ananas. Süße und Säure waren perfekt abgestimmt und so kämpften wir, bis die Teller ratzeputz leer waren.

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Zusammenfassend kann ich jedem nur empfehlen, Teddy für ein Dinner oder Catering zu mieten. Mit unserem Hund sind Restaurantbesuche nie wirklich entspannt. Heute konnten wir uns ganz fallen lassen und in den eigenen vier Wänden relaxen, während Teddy uns kulinarisch verwöhnt hat.

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