Produkte: Kleine Warenkunde zum veganen Backen

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Heute bekam ich eine Mail mit konstruktiver Kritik. Ich liebe das! Bitte schreibt mir auch, wenn Ihr eine Idee habt, wie Sprossenposse besser werden kann 🙂
Ich bekam also den Hinweis, dass ich manchmal einfach Sahne oder Milch schreibe. Und dass das dazu führen könnte, dass jemand tatsächlich Kuhsaft in eine schöne, pflanzliche Torte gibt. Das wollen wir unter allen Umständen verhindern. Daher habe ich eben mal ein paar Fotos von meinem Vorratsschrank gemacht, um Euch ein paar Produkte zu zeigen. Natürlich gibt es immer auch andere, tolle Produkte. Dies ist heute einfach ein Ausschnitt, war ja nicht vorbereitet.

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Beginnen wir mit einem sensiblen Thema, der Schokolade. Am liebsten würde ich ausschliesslich Bio und Fair Trade Schokoladen verwenden. Stichwort Ausbeutung von Kindersklaven. Positiv hervorzuheben ist auf diesem Bild die Kuvertüre von Vivani, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Manche veganen Produkte bekommt man nicht immer mit den gewünschten Attributen. Oder sie sind ausverkauft, es gibt sie nur im Versandhandel, oder, oder, oder.
Nun zu den abgebildeten Produkten. Die Schakalodebuttons haben eine Sojabasis und sind im Vergleich zu Reismilchschokoladen kerniger und fester. Man bekommt sie im veganen Fachhandel und im Internet. Die Vivanikuvertüre gibt es in Bioläden. Schokoladentropfen und Nougat der Realeigenmarke kennt Ihr sicher aus dem Supermarkt, gleiches gilt für Blockschokolade (40%) und Mannerwaffeln. Die Dr. Oetker Haselnussglasur eignet sich nicht nur zum Glasieren sondern man kann auch tolle Sahnecremes damit herstellen.

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Milch, Sahne, Joghurt und Butter sind Produkte, die die meisten Menschen nicht in der pflanzlichen Variante kennen. Kommen wir erstmal zur Milch. Es gibt unzähliche Varianten. Mandel, Haselnuss, Hafer, Dinkel, Reis, Kokos, Soja und Mischformen aller Varianten. Kuhmilch schmeckt durch die enthaltene Lactose leicht süßlich, daher sind die meisten pflanzlichen Milchsorten leicht gesüßt. Die hier abgebildete Mandelmilch ist sehr süß, die Sojamilch komplett ungesüßt. Ungesüßte Milch empfehle ich zum Herstellen von Saucen. Beim Backen ist es fast egal. Einzige Ausnahme: Wenn Ihr einen Pudding oder eine Creme durch Kochen herstellen wollt, nehmt unbedingt reine Sojamilch. Reismilch enthält Enzyme, die die Stärke spalten und Euer Pudding bleibt Sauce.
Bei der Sahne muss man zwischen Cuisine zum Kochen (hier die kleine Provamel) und aufschlagbarer Sahne unterscheiden (das weiße Tetrapak von LeHa und die rote Soyatoo). Ich kaufe fast nur noch LeHa, da sie weniger süß ist und in der großen Packung einen Preisvorteil hat. Natürlich gibt es auch Varianten aus Nüssen und Getreiden, das ist einfach eine Geschmacksfrage. Aufschlagbare Sahne sollte immer gut gekühlt sein und man sollte pro 250ml ein Sahnesteif verwenden.
Sojajoghurt aus dem Supermarkt ist meist gesüßt und hat oft auch eine leichte Vanillenote, selbst der Naturjoghurt. Daher kommt mir nur Sojade ins Haus. Schmeckt wie ein richtig cremiger Naturjoghurt und ist ein Alleskönner. Erhältlich im Bioladen.
Zum Backen verwende ich am liebsten grüne Alsan. Es gibt sie auch in der Biovariante (goldene Verpackung), aber die grüne schmeckt buttriger. Der Hersteller versichert, dass das enthaltene Palmöl aus nachhaltigem Anbau stammt.

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Zum Süßen verwende ich am liebsten Rohrohrzucker, verwende aber auch Agavensirup und Ahornsirup. Meinen Vanillezucker stelle ich selbst her, indem ich ausgekratzte Vanilleschoten in der Zuckerdose aufbewahre.

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Zum Binden gibt es viele verschiedene Produkte. Die einen sind geschmacksneutral, andere herber. Manche funktionieren heiss, manche auch kalt. Eine gute Übersicht findet sich hier.
Abgebildet seht Ihr Kichererbsenmehl, Sojamehl, Kartoffelmehl, Guarkernmehl, Johannisbrotkernmehl, Agar Agar und Agartine.

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Bei den Backhelfern greife ich gerne auf Produkte von veganen Firmen zurück. Preislich macht es kaum einen Unterschied, aber es unterstützt und ich bekomme damit den Einkaufswagen im Versandhandel voll, um Porto zu sparen. Beim Weinsteinbackpulver muss man sonst auch immer eine Produktanfrage machen, das spart man sich so.

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Zum Dekorieren nehme ich einerseits Produkte aus dunkler Schokolade, die man im Supermarkt bekommt, aber auch spezielle, vegane Deko, die man in Bioläden oder dem Versandhandel findet. Zum Färben verwende ich die Gelfarben der Firma Wilton. Man bekommt sie beim großen Versandhändler mit A. Rechnet eine längere Lieferzeit ein, da der Verkäufer in GB sitzt.

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Zum Würzen kommen sowohl konventionelle Gewürze in Frage, als auch Extrakte und ätherische Öle.

2 Gedanken zu „Produkte: Kleine Warenkunde zum veganen Backen

  1. vor allem die vegane tortendeko ist großartigst. kann man sie – im vergleich zu üblichen dekoperlen etc. – ohne zahnverlust essen. und dazu schmeckt sie und ist gesund! *begeistert bin*

    • Von Biovegan gibt es ja jetzt so ein ganzes Dekorset. Da sind 6 verschiedene Sachen drin und es kostet 9,90. Habe ich gerade bei alles-vegetarisch.de gesehen. Allerdings muss ich sagen, dass die Schokoherzen am besten sind. Die schmecken ja richtig nach Keks 🙂

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