Marmorierte Schokotorte mit Rosen-Himbeergelee

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Habe ich Euch eigentlich schon erzählt, dass wir die Nettesten aller Nachbarn haben? Vielleicht im Zusammenhang mit unserem Garten, da haben sie uns nämlich viel erklärt und geholfen. Und wenn man schon die Nettesten aller Nachbarn hat, dann muss man als Tortentrulla zum Geburtstag schon was auffahren. Daher habe ich mich heute mal an einer marmorierten Fondantdecke versucht. Das war gar nicht so schwer. Ich habe für Euch alles Schritt für Schritt dokumentiert, damit Ihr es auch ausprobieren könnt.

Für eine 18er Form:

Keksboden:

40g gemahlene Mandeln
40g Mehl
40g Alsan
40g Zucker

mit den Händen verkneten und in eine Springform drücken, deren Ränder gefettet sind und in die ein Bogen Backpapier gespannt wurde. Dann bei 170° OU-Hitze 15 Minuten backen. Dieser Boden muss gut durchkühlen und richtig hart werden. Am Besten macht Ihr alle Teige am Vorabend.

Für die zwei Böden habe ich mich an das Biskuitgrundrezept von Stina gelehnt

240g Dinkelmehl
120g Rohrohrzucker
1 Pck. Vanillezucker
9g Weinsteinbackpulver
25g Kakao
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
55g Distelöl
220g Mineralwasser

Die trockenen Komponenten mischen, dann die feuchten mit einem Schneebesen unterrühren. Den Teig ganz glatt rühren und halbieren. Jeweils eine Hälfte in eine mit Backpapier ausgelegte (einfach einspannen) Springform geben. Wenn Ihr zwei habt, könnt Ihr sie gleichzeitig nebeneinander im Ofen backen. Die Backzeit beträgt 28 Minuten bei 170° OU-Hitze. Stäbchenprobe!
Den fertigen Boden nach einigen Minuten lösen und auf ein Abkühlgitter oder Geschirrtuch stürzen und das Backpapier abziehen.

Himbeer-Rosen-Gelee

150g TK Himbeeren
50ml Wasser
nochmal 50ml Wasser
2 Tropfen Rosenöl
1 Tütchen Tortenguss

Die Beeren mit 50ml Wasser in einem kleinen Topf auftauen. Den Tortenguss im restlichen Wasser auflösen und unter die langsam zerfallenden Beeren rühren, das Rosenöl zugeben. Einmal richtig aufkochen lassen und von der Platte ziehen.

Den Keksboden in einen Ring spannen und die Himbeermischung darauf giessen. Jetzt geht die Torte ab in den Kühlschrank, bis das Gelee leicht fest ist.

Schokosahne:

100g LeHa Schlagfix
1/2 Tütchen Sahnesteif
1 EL Kakao
40g Schokotropfen Zartbitter

Die Sahne mit dem Sahnesteif aufschlagen, den Kakao dazu sieben und nochmal durchrühren. Die Schokotropfen dazu geben.

Die Biskuitböden ggf begradigen. Den ersten Boden auf das Gelee geben, die Schokosahne darauf verteilen und mit dem zweiten Boden bedecken.

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Ganache:

100g Blockschokolade (40%)
100g Bitterkuvertüre (70%)
200g LeHa Schlagfix

Die Schokolade zerkleinern und in der Sahne auflösen. Dabei nicht zu heiss werden lassen. Die Ganache soll noch recht dickflüssig sein. Sonst wieder abkühlen lassen.

Ganache auf die Torte geben, den Ring lösen und Ganache von unten nach oben auf die Ränder aufbringen. Dann sollte die Ganache schon fester sein, so dass Ihr mit einer Palette glätten könnt.

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Jetzt beginnt der Teil, der den Ungeübten vielleicht etwas schwerer fallen wird. Ich benutze Fondant von der Marke Callebaut. Für eine kleine Torte starte ich mit 700g. Es bleibt ordentlich Verschnitt übrig, aber gerade Anfänger haben es mit mehr Fondant leichter. Mein Tipp vorneweg: ich nehme immer ein Stück Fondant ab und reinige damit meine Arbeitsgeräte und Flächen von Fusseln. Meine erste Torte sah aus wie ein Flusenfänger. Knetet die Masse handwarm und verteilt dann die Gelfarbe darauf (ich nehme Wilton).

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Dann den Fondant zweimal falten, gegeneinander drehen und wieder platt drücken. Je öfter Ihr das wiederholt, desto mehr vermischen sich die Farben. Dann wird das Fondant ausgerollt. Wenn Ihr keine Silikonmatte habt, solltet Ihr auf der Arbeitsfläche mit Stärke oder Puderzucker arbeiten.

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Beim Ausrollen entstehen oft Luftblasen. Diese einfach anstechen und mit dem Smoother glätten, dann weiter ausrollen, bis Ihr eine Größe erreicht habt, die sicher für die Torte reicht (Randx2 + Durchmesser).

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Den fertig ausgerollten Fondant mit dem Smoother glätten und mit der Rollhilfe auf die Torte heben.

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Als Erstes glättet man nun die Oberfläche mit dem Smoother, damit keine Luft unter der Decke bleibt.

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Dann werden die Seiten nach und nach per Hand angedrückt. Dabei den Fondant in Form ziehen, damit keine Falten entstehen.

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Dann den Überschuss abschneiden. Falls Ihr einen Roller nehmt, haltet ihn schräg, damit die Halterung keine Rille in die Seite der Torte macht (been there, done that ;) ).

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Einen Teil des Fondantüberschusses einfärben und mit CMC (das abgebildete Pulver ist reines CMC, aber Achtung, das gilt nur für diese Marke) verkneten und etwas anziehen lassen. Den Rest in Frischhaltefolie einschlagen und für spätere Gelegenheiten aufbewahren.

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Den roten, nun härteren Fondant dünn ausrollen und die Buchstaben ausstechen. Wenn diese getrocknet sind, könnt Ihr sie mit etwas Wasser befeuchten und auf der Torte ankleben.

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5 Gedanken zu “Marmorierte Schokotorte mit Rosen-Himbeergelee

    • Liebe Sophie!

      Es gibt Fondant und Modellierfondant. Sachen formen und ausstechen kann man mit dem Ausrollfondant nicht, weil man das nicht wieder heile aus der Form bekommt. Man muss ihn etwas aushärten. Dazu braucht man CMC, das ist eine spezielle Form der Cellulose. Das kann man teuer in Apotheken kaufen oder im Tortenbedarf bestellen. Witzigerweise ist es aber der einzige Inhaltsstoff von diesem Kukidenktpulver und so viel günstiger. Das wendet man ja auch im Mund an, es hat also Lebensmittelqualität.

      LG, Julia

      P.S.: Ich verwende sehr hochwertigen Fondant mit Vanillenote, hat geschmacklich nichts mit dem zu tun, den man im Supermarkt bekommt :-)

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